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Einiges zum Thema "Hundesenioren"

 

Will man das wahre Alter eines Hundes berechnen, dann genügt es nicht, sich an die Faustregel "ein Hundejahr entspricht sieben Menschenjahren" zu halten.
Hunde werden nämlich viel schneller erwachsen als Menschen.
Ein Mensch gilt mit 14 Jahren noch als Kind, der Hund ist mit 2 Jahren, die dieser Faustregel entsprechen würden, aber bereits erwachsen.
Die weit verbreitete Zählweise in 7-Jahres-Sprüngen ist also falsch.
Der Hund altert zu manchen Entwicklungszeiten nämlich weitaus schneller, zu anderen wieder viel langsamer. Im breitesten Entwicklungsfeld nimmt man eine Zählweise von 4-Jahres-Sprüngen an, im hohen Hundealter aber wieder weniger.
Eine Formel (siehe Tabelle am Ende der Seite), die dem tatsächlichen Altern eines Hundes viel genauer entspricht, deren weitgehende Unbekanntheit aber auch erklärt, warum so viele Hundebesitzer nicht erkennen, wann aus dem munteren Weggefährten ein Senior wird.
Dabei würde es manchmal schon genügen, das Tier besser zu beobachten, und die Zeichen der Zeit zu erkennen:

Zeichen des Alters
So wie der Übergang vom Welpenalter in das Erwachsenenalter manchmal apprupt und manchmal schleichend erfolgen kann, vollzieht sich auch der Alterungsprozess der Hunde. Dass eine Phase abgeschlossen ist und eine Grenze überschritten wird, ist oft kaum zu erkennen und anfangs oft nur an Äußerlichkeiten abzulesen, denn der Prozess verläuft höchst individuell:

+ Im Gesicht des Hundes zeigen sich rund um die Schnauze erste graue Fellhaare.

+ Das Haarkleid wird dünner und ist weniger glänzend.

+ Hautfalten zeigen sich und Altersflecken treten auch bei Hunden auf.

+ Die Krallen scheinen schneller zu wachsen, werden tatsächlich aber nur weniger abgenutzt.

+ Die Körperhaltung verändert sich, die Muskeln werden schwächer.

+ Der Gang der Tiere wird steifer und unbeweglicher.

+ Ungeschicklichkeit läßt auf zunehmende Sehschwäche schließen.

+ Und ein Hund, der nicht immer gleich gehorcht, hört vielleicht schon schlecht.

Junge Alte und alte Junge
Man kann davon ausgehen, dass ein zehnjähriger Hund allmählich ins Pensionsalter kommt, nicht mehr so leistungsfähig ist, mehr Ruhe braucht, weniger spielfreudig ist.
Verallgemeinern kann man das jedoch nicht, denn bei Hunden gibt es wie bei den Menschen junge Alte und alte Junge. Was davon auf ein Tier zutrifft, das wird immer nur der Besitzer selbst beurteilen können, soferne er sich nicht davor drückt und bereit ist, dem Tier zuliebe der Wahrheit ins Gesicht zu schauen.
Eine große Rolle im Alterungsprozess spielt auch die Genetik.

Man geht davon aus, dass kleine Rassen deutlich älter werden als die sogenannten Großrassen.

Ein Dobermann etwa wird nur selten älter als 9 bis 11 Jahre, hingegen kann ein quirliger Yorkshire Terrier 15 bis 17 Jahre alt werden.
Bei den großen Rassen gilt also, dass die zweite Lebenshälfte etwa ab dem 5. Lebensjahr beginnt, während die Kleinrassen bis zum 8. Lebensjahr jung bleiben können, und sich erst dann etwas bedächtiger zeigen.
Gefragt ist in dieser Zeit das Einfühlungsvermögen des Besitzers, denn an ihm liegt es, ob das Tier altersgerecht versorgt und gehalten, oder ständig überfordert wird.

Alter ist keine Krankheit
Wie beim Menschen ist auch beim Hund der Alterungsprozess an sich keine Krankheit, aber oft mit Krankheitsanfälligkeit und kleineren oder größeren Gesundheitsproblemen verbunden.
Diese zu übersehen oder nicht wahrhaben zu wollen, würde bedeuten, das Tier einem unnötigen Stress auszusetzen.
Unvollständiges Gebiss und verminderte Verdauungstätigkeit erfordern ein angepasstes Futter, ein schlechtes Gehör erfordert Geduld, schwache Augen brauchen Hilfeleistung, und Müdigkeit verlangt Schonung.
Was man nach aussen oft nicht erkennt, sind organische Schwächen, und diese sollte man auf jeden Fall vom Tierarzt abklären lassen, damit unser Hund bekommt, was wir für uns selbst im Krankheitsfall ja schließlich auch beanspruchen,- nämlich eine zielführende Behandlung und jede nur denkbare Hilfe und Erleichterung.

Altersvorsorge
Gesundheitliche Altersvorsorge ist beim Hund genauso wichtig wie beim Menschen. Wer damit erst beginnt, wenn die Probleme schon einsetzen, der handelt oft zu spät.
Hunden kann man viele Altersprobleme ersparen, wenn man in ihren mittleren Jahren darauf achtet, dass sie schlank bleiben, denn es gilt als erwiesen, dass Hunde sich zwischen ihrem fünften und siebentem Lebensjahr oft ein beträchtliches Übergewicht zulegen. In dieser Zeit wird die Basis für spätere Beschwerden gelegt, die vor allem von Wirbelsäulen-, Bandscheiben-, Arthritis- und Gelenksproblemen ausgehen.
Und wer besonders umsichtig handelt, der spart in den jüngeren Jahren des Tieres sogar einen Betrag an, der sich später einmal für dessen Medikamente und Behandlungen als notwendig erweisen könnte. Noch ist es nämlich leider so, dass viele Tiere auf die erforderliche Altersbetreuung verzichten müssen, weil sie die finanziellen Möglichkeiten des Halters übersteigen.

 

Hundealter (körperliche Verfassung) im Vergleich zu Menschenjahren

 

Ein Welpe von 3 Monaten
entspricht einem Kind von 3 Jahren.

Ein sechsmonatiger Hund
entspricht einem Kind von 10 Jahren.

Das 1. Hundejahr
entspricht 15 Menschenjahren

Danach geht es weniger rasant weiter:

2. Hundejahr = 24 Menschenjahre

3. Hundejahr = 28 Menschenjahre

4. Hundejahr = 32 Menschenjahre

5. Hundejahr = 36 Menschenjahre

6. Hundejahr = 40 Menschenjahre

7. Hundejahr = 44 Menschenjahre

8. Hundejahr = 48 Menschenjahre

9. Hundejahr = 52 Menschenjahre

10. Hundejahr = 56 Menschenjahre

11. Hundejahr = 60 bis 62 Menschenjahre

12. Hundejahr = 66 Menschenjahre

13. Hundejahr = 67 bis 72 Menschenjahre

14. Hundejahr = 73 bis 80 Menschenjahre

15. Hundejahr = 80 bis 90 Menschenjahre

 

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